Transiti:ON
Projektwebsite für Workshop-Teilnehmer:innen
Der Übertritt ist kein einzelner Termin, sondern ein rechtlich geregelter Ablauf mit mehreren Weichenstellungen. Diese Seite ordnet die wichtigsten Zahlen genau den Stellen im Ablauf zu, an denen sie entstehen.
Nicht für alle Kennzahlen liegen für das Schuljahr 2025/26 bereits Daten vor. Wo nötig, verwenden wir die letzten belastbaren Werte aus Vorjahren — das Bezugsjahr steht bei jeder Zahl dabei.
Schulanfänger:innen österreichweit
Schuljahr 2025/26
davon in Wien · ≈ 21 % aller österreichischen Schulanfänger:innen
Schuljahr 2025/26
besuchen die Vorschule (Stufe 0)
Schuljahr 2022/23, letzte belastbare Zahl
der Wiener Schulanfänger:innen mit AO-Status
Schuljahr 2025/26
Zwei Testverfahren, zwei Sonderstatus — und die Regel, dass sie sich überschneiden können.
Das letzte Kindergartenjahr ist in Österreich verpflichtend.
Erziehungsberechtigte melden ihr Kind an der zuständigen Volksschule an.
Für alle Kinder — Ablauf und Kriterien sind an jeder Schule anders geregelt.
Für Kinder mit nicht-deutscher Erstsprache und im Anlassfall.
aller Schulanfänger:innen (22/23) — 55 % davon in einer eigenen Vorschulklasse, 45 % integriert in einer Regelklasse.
aller Volksschüler:innen österreichweit (Wien 19,6 %) — kann in Stufe 0 oder 1 vorliegen, unabhängig vom Vorschulstatus.
Ordentlicher Status, ohne Sonderstatus.
AO-Status und Vorschulbesuch schließen sich nicht gegenseitig aus — ein Kind kann beide Merkmale gleichzeitig aufweisen. Die Umstufung von außerordentlichem auf ordentlichen Status kann jederzeit im Laufe des Schuljahres erfolgen.
Der Vorschulstatus wird meist direkt bei der Schulreifefeststellung vergeben, kann aber grundsätzlich während des gesamten ersten Schuljahres festgestellt werden.
Österreichweit besuchen 10,9 % der Schulanfänger:innen die Vorschulstufe (Schuljahr 2022/23, letzte belastbare Zahl). Zwischen den Bundesländern liegen Welten: von 0,5 % in der Steiermark bis 25,8 % in Salzburg.
Von den Kindern in der Vorschule lernt gut die Hälfte (55 %) in einer eigenen Vorschulklasse, die andere Hälfte (45 %) integriert in einer regulären Volksschulklasse.
Als außerordentlich (AO) gelten Schüler:innen, die dem Unterricht auf Grund mangelnder Deutschkenntnisse noch nicht ausreichend folgen können. Unter allen Volksschüler:innen liegt der Anteil österreichweit bei 10,8 %, in Wien fast doppelt so hoch bei 19,6 %.
aller Volksschüler:innen österreichweit
aller Volksschüler:innen in Wien
Auf die Kohorte der Schulanfänger:innen bezogen ist der Anteil noch einmal deutlich höher: In Wien hatten im Schuljahr 2025/26 50,9 % der Schulanfänger:innen einen AO-Status. Diese Zahl ist mit den beiden oberen nicht direkt vergleichbar — sie bezieht sich nur auf den ersten Jahrgang, nicht auf alle Volksschulstufen zusammen.
Die sozioökonomische Ausgangslage (SÖL) einer Schule beschreibt unter anderem den Anteil an Schüler:innen mit nicht-deutscher Umgangssprache und niedrigem Bildungshintergrund der Eltern. Österreichweit liegen 13,5 % aller Volksschulen in den beiden niedrigsten Kategorien — 5,2 % in „sehr niedrig", 8,3 % in „niedrig" (Schuljahr 2023/24).
Mehr als die Hälfte aller Wiener Volksschulen weist damit eine sehr niedrige oder niedrige sozioökonomische Ausgangslage auf, österreichweit sind es 13,5 % aller Volksschulen. Die SÖL-Kategorie beschreibt die Schule, nicht direkt die einzelnen Schüler:innen — aus den Prozentwerten lässt sich also keine exakte Kinderzahl ableiten.
Quellen: Statistik Austria, Schulstatistik; BMBWF, Sozioökonomische Ausgangslage nach Schulart. Zusammengestellt für die Problemanalyse von Transiti:ON, September 2026.